Im Besucherbergwerk „Frischglück“: Keltisches Handwerk im keltischen Gewand

Samstag und Sonntag, 19. und 20. Juli 2008: „Treveri Primantiani“ aus Otzenhausen im Saarland bieten faszinierende Einblicke in frühgeschichtliches Leben und Arbeiten / Zudem Sommerfest für „Daheimgebliebene“

Ein Ereignis besonderer Art steht am Samstag und Sonntag, 19. und 20. Juli 2008, beim Besucherbergwerk „Frischglück“ in Neuenbürg, der Stadt der Kelten und des Eisens bevor: Keltisches Handwerk im keltischen Gewand. Vom keltischen Ringwall in Otzenhausen (Saarland), dem „Hunnenring“, kommen die „Treveri Primantiani“, eine Darstellergruppe, die sich dem vorgeschichtlichen Handwerk verschrieben hat. Als Teil des dortigen Fördervereins für Archäologie haben sich seit 2001 mehrere interessierte Laien vom Rentner bis zum Lehrling sowie Handwerker und Archäologen zusammengetan, um auf experimentellem Weg die Vorgeschichte zu erschließen. Inzwischen treten sie regelmäßig besonders bei Museumsfesten und ähnlichen Veranstaltungen mit eindeutig geschichtlichem Bezug in Erscheinung und waren auch im Jahr 2005 beim großen Keltenfest im Schlossgarten in Neuenburg zu sehen.

Der Name geht zurück auf den berühmten Stamm der Treverer, der in Caesars “Gallischem Krieg” eine größere Rolle spielt und über die gesamte Keltenzeit wichtige archäologische Funde und Ausgrabungsstätten aufweist. Das Gebiet der Treverer erstreckte sich vom heutigen Luxembourg bis zum Rhein. Das Gebiet der „Treveri Primantiani“ aus Otzenhausen ist das Tal der Prims, lateinisch „Primantia“, die bei Otzenhausen entspringt und vielleicht zur Keltenzeit zum Transport von verhüttetem Eisen aus dem Hochwald zur Saar benutzt wurde. Die Bewohner der Ringwalls, keltisch „Uxellodunum“ (Hochburg), beherrschten dann sowohl das Gebiet als auch die Eisengewinnung und den Handel.

Das Interesse an Archäologie und prähistorischer Metallverarbeitung ist schließlich auch der Grund für die inzwischen langjährigen Kontakte nach Neuenbürg. Am Samstag, 19. und 20. Juli dieses Jahres, werden die „Treveri Primantiani“ direkt beim Besucherbergwerk „Frischglück“, also in direkter „Nachbarschaft“ oberen Schnaizteich, wo sich einer der größten, bereits erforschten keltischen Eisenverhüttungs- und Schmiedeplatzes befindet, aktiv sein: Die einzelnen Gruppen „Textil“, „Metallverarbeitung“ und „keltisches Essen“ werden direkt bei den Stolleneingängen Zelte aufschlagen und interessierten Besuchern detaillierte und faszinierende Einblicke in ihre frühgeschichtlich fundierte Arbeit geben. Mit dabei ist aber auch Marc Aurel,  der Mann für Körper und Geist, der übrigens auch Eselreiten für Kinder anbietet.

Sommerfest für „Daheimgebliebene“

Die „Frischglück“-ARGE Bergbau denkt während der Sommerferien auch an die „Daheimgebliebenen“: Für sie findet am Samstag und Sonntag, 23. und 24. August 2008, am Bergwerk ein Sommerfest statt. Während Samstags Nachmittags ein Mundharmonika-Orchester die Besucher unterhält, findet Tags darauf, am Sonntag, ein Frühschoppenkonzert mit der bekannten und beliebten „Enztal-Rentnerband“ statt, die für gesellige Stimmung gut ist. Schon heute wird dazu eingeladen!



Brettchenweberin



Brotbackofen



Lagerleben



Primantiani