Top-Aktuelles: Stadt Neuenbürg

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Schöpfung als evolutiver Prozess der Vereinigung von Geist und Materie

Seine Erfahrungen während der Einstudierung und Aufführung des Theaterprojektes „Auf dem Weg nach Omega“ mit der Laienschauspielgruppe von „Theater im Schloss“ hat Johannes Lang in einem grafischen Zyklus von zwölf Bildern visualisiert. Am vergangenen Freitag wurde die Ausstellung mit seinen über einen Zeitraum von drei Jahren entstandenen Werken – allesamt Radierungen und Aquatinta – im Neuenbürger Rathaus eröffnet. Sie zeigen einen Blick auf die im Theaterstück verarbeiteten Texte und Theorien des fiktiven Autors. Lang gestaltet darin in unterschiedlichem Abstraktionsgrad sinnfällig das eigene Betroffensein und verstärkt dies durch beigestellte Zitate von Philosophen. So war es denn auch mehr als naheliegend, dass Michael Huber, Verfasser und Regisseur von „Auf dem Weg nach Omega“, bei der Vernissage die Einführung zu Künstler und Werk übernahm. In seinen Ätzradierungen nimmt Johannes Lang Bezug zu den Theorien von Pierre Teilhard de Chardin (1881 – 1955), den er selbst in besagtem Theaterstück verkörperte. „Das Anliegen des vom Vatikan mit Publikationsverbot belegten Jesuitenpaters, Geologen und Paläontologen war es, die Evolutionstheorie mit dem christlichen Glauben zu versöhnen“, erläuterte Huber. Teilhard habe die Schöpfung in einem evolutiven, bruchstückhaften Prozess zunehmender Vergeistigung und Vernetzung einem utopischen Punkt Omega zustreben sehen, wo sich Geist und Materie in einem kosmischen Christus aufs Höchste vereinigen. Dieses „ersehnte Ganze“ könne Lang in seinem kreativen Schaffen schon jetzt zum Vorschein bringen, so der ehemalige Gymnasiallehrer. Durch seine spezielle Drucktechnik mit zwei oder drei Zinkplatten übereinander und ein partielles Einfärben erreiche Lang in seinen Bildmeditationen eine Mehrfarbigkeit, welche die apokalyptischen Verheißungen und dunklen Verzweiflungen im Leben Teilhards zu sanfteren, weicheren und in seinen Augen auch menschlicherer Ansichten wandelten. Realistische Elemente seien im „Herz der Materie“ zu sehen. In warmen Rottönen zwischen grauen Stacheldrahtverhauen auf einem verschneiten Schlachtfeld des Ersten Weltkrieges greift Lang als Metapher die Erscheinung des Frontsoldanten Teilhard in der Gestalt von Jesu Herz als Zentrum und Ziel des kosmischen Prozesses auf. „Andere Radierungen gestalten in abstrakten Formen die produktiven und destruktiven Kräfte, die in der Evolution wirken und sie in Richtung fortscheitender Vernetzung vorantreiben“, führte Huber aus. Sinnvoll ergänzt werde der Zyklus laut Huber durch Radierungen aus der Reihe „Am Hofe des Königs“, welche die spielerische Schönheit der Schöpfung und die Trauer über deren Vergänglichkeit ähnlich wiedergeben. Sei doch Evolution für den Theologen Teilhard im doppelten Wortsinn Passion – als Leiden und als liebende Leidenschaft. Huber lud die zahlreichen Gäste ein zu einer „produktiven Entdeckungsreise“ über drei Etagen. Hausherr und Bürgermeister Horst Martin zeigte sich erfreut, nach Gisela Völlner und Ingrid Bürger erneut einen lokalen Künstler im Rathaus zu haben, zeuge dies doch vom „reichhaltigen künstlerischen Treiben“ in der Stadt Neuenbürg. Lang bedankte sich seinerseits für die vielfältige Unterstützung durch die Stadtverwaltung und sieht „durchaus das Potential für eine künstlerische Reihe, die in Neuenbürg kulturelle Akzente setzt“. Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage von einem siebenköpfigen Schülerensemble der Jugendmusikschule, die unter der Leitung von Michael Pietsch-Rether den Marsch „Prince of Denmark“ mit Blasinstrumenten und Schlagwerk interpretierten. Die Ausstellung dauert noch bis 24. März 2020 und ist zu den üblichen Öffnungszeiten des Neuenbürger Rathauses zu sehen.

Zu Johannes Lang

Johannes Lang wurde 1964 in Oberkirch geboren und war bis zu seiner Pensionierung Lehrer an verschiedenen Grund- und Hauptschulen, zuletzt an der Neuenbürger Schlossbergschule. Der Vater von drei erwachsenen Kindern wohnt seit 1978 in Neuenbürg und unterhielt dort in den Jahren 1981 bis 1991 eine eigene Keramikwerkstatt. Seit 2006 widmet er sich verstärkt der Druckgrafik und besuchte dazu Kurse von Eckhard Froeschlin. Seit 2008 waren Werke aus seinen Bilderzyklen „Kafkas Schloss“, „Metamorphosen“, „Am Hofe des Königs“ und „Das Omegaprojekt“ u. a. im Römermuseum und im Schloss Neuenbürg zu sehen.

Text/Foto: Karin Ferenbach

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Luftaufnahmen: Dr. Joachim Techert, Neuenbürg
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